Klee-Blüte - copyright Paul Bock

Wenn Pestizide, Biozide, PCB & Co. Mensch und Umwelt krank machen

Meldungen über Pflanzenschutzmittel wachsen wie Krebsgeschwüre

Täglich erschrecken uns neue Nachrichten über Pestizide und andere Chemieprodukte, die Mensch und Umwelt nachhaltig zusetzen. Sie lösen bleibende Erkrankungen bei vielen Menschen aus. Wie neueste Untersuchungen zum Beispiel zeigen, stört die Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft die gesunde Entwicklung von Föten und löst schwere, dauerhafte Erkrankungen bei Menschen aus. Die natürliche Artenvielfalt schwindet erheblich. So verirren sich beispielsweise Bienen auf ihrer Nahrungssuche und finden ihren heimatlichen Bienenstock nicht mehr.

 

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Arztpraxis by Thommy Weiss – pixelio.de

Leider reichern sich zahlreiche Gifte, die verantwortungslos auf die Felder aufgebracht werden, zu einem hochprozentigen Cocktail. Das Gemenge bleibt oft unübersehbar hinter einer Maske verborgen – sogar für Wissenschaftler. Die Folgen zeigen sich meist erst nach unbestimmter Dauer. Und: sie sind unberechenbar.

Kleine Sammlung aktueller Meldungen zum Thema für Sie

Heute möchte ich Ihnen ein kleines Päckchen neuer Nachrichten aus dem weiten Themengebiet chemischer Gifte an die Hand geben. Wenn Sie Lust haben, schnüren Sie es auf und informieren Sie sich dazu. Die Themen gehen uns alle hautnah an.

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Bienen sammeln Nektar auf Sonnenblume – copyright Paul Bock

WDR: „Gartenarbeit: Ohne Chemie gegen Unkraut“

Der empfehlenswerte Beitrag von Anja Koenzen bietet Ihnen auch zwei Videos an.

Süddeutsche Zeitung: „Hunderte Firmen unterwandern Chemie-Kontrollen der EU“

Der spannende Artikel deckt auf, wie auf diese Weise giftige Schadstoffe Menschen und Umwelt verseuchen. Ebenfalls empfehlenswert!

Umweltbundesamt (UBA): „UBA gibt Tipps zu biozidfreier Schädlingsbekämpfung“

Umweltbundesamt: Bericht zur 2. Fachtagung „Die pestizidfreie Kommune“

Im Bericht finden Sie weitergehende Links.

DER AKTIONÄR: „Bayer – Ein Wettlauf gegen die Zeit?“

Diese Börsenseite beleuchtet das Dauerthema der finanziellen Misere bei Bayer und Monsanto aus Anlegersicht. Darüberhinaus bietet Ihnen der Artikel den Zugriff auf weitere Links zum Thema.

ntv: „Bayer-Tochter wieder vor Gericht – L.A. verklagt Monsanto für Giftschäden“

Seit Jahrzehnten sind PCB (Polychlorierte Biphenyle) verboten. Trotzdem verpesten noch immer ihre Rückstände die Umwelt. Beim Menschen führt chronische PCB-Aufnahme zu Haarausfall, Leberschäden und Immunschwäche. Außerdem kann sich Unfruchtbarkeit entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat Los Angeles nun Klage gegen Monsanto eingereicht. Die Frage dabei: Wer bezahlt die kostpieligen Entsorgungen?

Auch die Frankfurter Allgemeine und finanzen.net berichten aktuell dazu.

CHEMIE.DE: „Französische Umweltbehörde verbietet Fungizid-Wirkstoff“

taz.de: „Krebskranker Gärtner aus Melbourne – Erster Australier klagt gegen Bayer“

Und wieder macht das Pflanzenschutzmittel Glyphosat Schlagzeilen.

tagesschau.de: „Glyphosat-Hersteller Monsanto – Die unbeliebteste Firma der Welt“

KONTRAST.at: „Glyphosat-Verbot kommt in Österreich“

ZEIT ONLINE: Der Bayer-Konzern zeigt Reue im Glyphosat-Drama

Die Bayer AG publiziert in Zeitungen: „Wir haben zugehört. Und verstanden.“ Jutta Hoffritz analysiert für Sie die Situation des Agroriesen.

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copyright Paul Bock

taz.de: „Schwarze Liste von Monsanto – 600 Freunde und Feinde“

Die Vorgeschichte dazu lesen Sie in folgenden Beiträgen:

„Monsanto führte Listen über Gegner“

„Monsantos Listen-Skandal weitet sich europaweit aus“

Ich wünsche Ihnen gesunde, sonnige Tage und erholsamen Schlaf in milden Nächten. Bleiben Sie bitte weiterhin kritisch.

Ihr Paul Bock

 

© Paul Bock

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BASF, Bayer AG & Co. missachten EU-Recht zu Chemikalien

BUND deckt Missstände im EU-Chemikalienrecht auf

Nach Recherchen des BUND e.V. (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) missachten zahlreiche große Unternehmen das europäische Chemikalienrecht. Dieses Ergebnis ergab sich nach Auswertung aktueller Daten des BfR (Bundesamt für Risikobewertung). Dabei nahm der BUND Chemikalien unter die Lupe, die unzählige Haushalte verwenden. Damit zeigen die Recherchen ein sehr aussagefähiges Bild, das eine große Gefahr für Mensch und Umwelt bedeutet. Denn die Firmen umgehen die sogenannte REACH-Verordnung, die für alle europäischen Staaten gilt und zahlreiche Details genau regelt: von der Registrierung und Bewertung der Stoffe bis hin zur Zulassung und Einschränkung bei der Verwendung. Die genaue Bezeichnung der europäischen Chemikalienverordnung lautet Verordnung (EG) 1907/2006.

Das Umweltbundesamt (UBA) bietet Ihnen zu REACH noch mehr Infos und weiterführende Links.

Hier auch eine Publikation für Sie zum REACH-Kongress 2018 im pdf-Format zum Lesen, Ausdrucken und Herunterladen.

EU-Chemikalienverordnung REACH soll Mensch und Umwelt schützen

Die REACH-Verordnung verpflichtet Unternehmen und Industrie dazu, Mensch und Umwelt  eigenverantwortlich vor Chemikalienschäden zu schützen. Das Wort REACH bezeichnet eine Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben englischer Begriffe, die die Verordnung näher beschreiben: Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien).

Wenn Sie möchten, lesen Sie auf chemie.de noch mehr zur REACH-Verordnung. Dort erfahren Sie neben dem REACH-Zeitplan weitere Infos zur Geschichte und sogenannten Sicherheitsdatenblättern.

654 Großunternehmen torpedieren Verbraucherschutz

Wie die Süddeutsche Zeitung (EMPFEHLENSWERTER BEITRAG!) berichtet, halten sich offenbar 654 weltweit agierende Unternehmen nicht an die in der EU gültige REACH-Verordnung. Daher leben zumindest alle Europäer ohne den angestrebten Verbraucherschutz. Chemikalien, die noch nicht unter die REACH-Verordnung fallen, gefährden die Gesundheit von Mensch und Umwelt. Die Unternehmen missachten damit nicht nur die Verordnung, sondern bringen ihre Produkte oft auch ohne entsprechende Registrierung in den Verkehr.

Wie Erfahrungen zeigen (z.B. Glyphosat und weitere Pflanzenschutzmittel), können Geschädigte dann nur über umfangreiche, langwierige Klageverfahren zu ihrem Recht kommen. Natürlich muss dabei ein schlüssiger Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und noch nicht registrierten Produkten hergestellt werden.

Chemikalien bedrohen 413 Millionen Europäer

Laut Statistischem Bundesamt leben in Europa ungefähr 413 Millionen Menschen, die potentiell von nicht registrierten Chemikalien geschädigt werden können. Sicherlich wissen zahlreiche Betroffene gar nicht, dass eine haushaltsübliche Chemikalie sie verseucht hat. Denn Aufklärungen der Hersteller erfolgen nicht – vielleicht aus gutem Grund. Wichtig dabei aber sind immerwährende unabhängige Recherchen und Studien, die solche Missstände aufdecken. Trotzdem bleiben bisher aufgetretene, gesundheitliche Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt noch völlig ungewiss. Die EU muss zukünftig streng darauf achten, die Einhaltung der REACH-Verordnung regelmäßig zu überprüfen und aufgedeckte Lücken zu schließen.

 

Aktuelle Infos für Sie zum Thema „Umwelt und Gesundheit“

Wie bei jedem Beitrag freue ich mich auf Ihre Kommentare.

Bleiben Sie weiterhin kritisch und gesund!

© Paul Bock

 

Schwalbenschwanz copyright Paul Bock

Monsanto listete Kritiker in sieben europäischen Staaten auf

Bayer-Tochter Monsanto listete Kritiker in sieben europäischen Staaten auf

Wie Vertreter der Bayer AG jüngst mitteilten, werde das Unternehmen alle Personen, die auf den Listen stehen, nun darüber informieren. Wie die Frankfurter Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 21.5.2019 schreibt, soll das „bis spätestens Ende kommender Woche“ geschehen. Tatsächlich wirft der Listen-Skandal noch ein Bündel von ungeklärten Fragen auf. Zum Beispiel weiß die Bayer AG nicht genau, wieviel Adressen die Listen enthalten oder ob weitere Aufstellungen existieren.

Noch mehr aktuelle Berichte zum Listen-Skandal lesen Sie bei

ZEIT ONLINE

tagesschau.de

tagesschau.de bietet Ihnen hier den aktuellen Bericht vom 19.5.2019 mit breitem Hintergrund-Material zu Monsanto: „Die unbeliebteste Firma der Welt“. Wenn Sie möchten, laden Sie sich dort ein Audio sowie ein Video dazu herunter.

Chemie.de bietet Ihnen umfassende Informationen zum Monsanto-Konzern. Dort lesen Sie zum Beispiel Details zur Geschichte, zum Produktportfeuille und zu Rechtsstreiten des Unternehmens. Monsanto hat übrigens das weltbekannte Entlaubungsmittel Agent Orange entwickelt und vertrieben. Vielleicht kennen Sie es aus dem Vietnamkrieg. EMPFEHLENSWERT!

Wenn Sie sich über Pflanzenschutzmittel, Glyphosat & Co. informieren möchten, schauen Sie einfach einmal ins „Dossier zum Thema Glyphosat & Co.“.

Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit. Bleiben Sie bitte weiterhin kritisch und wachsam.

© Paul Bock